12 points go to Malta

04Sept2014

Halb Sonne, halb Wolken... So fühle ich mich jetzt (Ramla Bay, Gozo)Bonjou ,

              Jetzt bin ich nur noch einige Stunden in Malta. 

Ich verlasse Malta wirklich mit einem lachenden 

und einem weinenden Auge.

Ich hatte hier einen einmaligen Sommer, den ich so nie wieder haben werde

und

freue mich doch auf mein buntes und durchstrukturiertes Berlin.

Malta ist so weit weg von Deutschland, nicht nur geographisch gesehen, sondern auch in der Lebensweise. Diese Gastfreundschaft, diese Spontanität und Hilfsbereitschaft muss man einfach erlebt haben. Jedoch ist Malta auch kein Paradis!

Für mich sind Maltas  Flaschenpost?!Schattenseiten:

Die Umweltverschmutzung! Warum wurde hier noch kein Flaschenpfand eingeführt? Gerade in einem Land, das von dem Tourismus lebt, muss es doch sauber sein.

DasPastizzi mit Käsefüllung ungesunde Essen. Schon in den ersten Tagen habe ich das Vollkornbrot vermisst. Ich sehe Malta als eine kleinere Version von den USA. Das Land leidet unter einem extremen Übergewicht. Die Leute ernähren sich vorwiegend von Pizza, Burger, Kuchen und Eis. Dazu die regionalen Leckereien, wie das landestypische Getränk Kinnie (44 kcal je 100 ml), das beliebte Bier CISK und den preiswerten Pastizzi (300 kcal je Stück) für 0,30 EUR mit Ricotta oder Bohnenmus als Füllung. Maltas bestes Bier: CISK

Das nicht trinkbare Leitungswasser. Auf Arbeit wurde ich sogar einmal darauf hingewiesen, selbst zum Teekochen kein Leitungswasser zu benutzen. Dabei dachte ich mir, gekochtes Wasser ist gekochtes Wasser. Meine große Sorge war dann, wie koche ich zu Hause? So verwendete ich mein mühevoll getragenes Wasser um mir Nudeln zu kochen. Dafür ist Wasser von Marken wie evian, Nestle oder Volvic preiswerter als in Deutschland.

Die teuren Supermärkte. Es ist verständlich, dass es hier teurer ist, da alle Güter importiert werden müssen, aber man ist halt andere Preise gewohnt. 500 g Naturjoghurt kosteten hier ca. 1,- EUR.Fähre nach Gozo (4,65 EUR)

Die unzuverlässigen Busse! Hierzu habe ich meine Meinung schon geschrieben. 

Abschließend kann ich wirklich sagen:

Ich habe es geschafft!Busregeln auf maltesisch und englisch

MeinMdina, die alte Hauptstadt Ziel dieses Auslandspraktikums war es,  dass ich mich in einem mir fremden Land zurechfinde (Sprache, Kultur, Mentalität usw.) und mir einen Alltag aufbaue, damit ich mich heimisch fühlen kann.

Die Sprache war kein Hindernis. Zwar musste ich mich erst an den maltesischen Akzent im Englisch gewöhnen, aber das ging ganz schnell. Ich habe viele neue Vokabeln gelernt und meinen Sprachfluss verbessert. Sobald man dann auch noch auf englisch denkt, ist der Schalter umgeklappt und man redet einfach drauf los.Mit dem Bus durch Sliema Die Arbeit auf englisch hat mir Spaß gemacht und der Umgang mit MS Word und Excel auf englisch ist gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Eher im Gegenteil, ich habe noch mehr Vokabeln gelernt, die man im Alltag nicht benutzt. Es war interessant die Arbeitsabläufe einer anderen öffentlichen Verwaltung kennenzulernen. Ich habe mich mit meinen Kollegen wirklich sehr gut verstanden. Sie standen mir nicht nur bei beruflichen Angelegenheiten, sondern auch bei privaten hilfsbereit zur Seite. Und auch wenn keiner es so richtig zeigen wollte, fiel uns allen der Abschied erstaunlich schwer. Sie haben an meinem letzten Arbeitstag ein riesiges Mittagessen für mich arrangiert. GRAZZI ! !

Natürlich ist aller Anfang schwer und die Umstellung auf ein anderes Land dauert bei jedem unterschiedlich. Aber wenn du mit viel Offenheit und dem Blick für die liebenswerten Besonderheiten eines Landes auf Entdeckungsreise gehst, wirst du dich schnell einleben können.

VallettaIn Malta lernst du sehr schnell neue Leute kennen, Altes Aquädukt auf Gozo seien es Malteser, Deutsche (hier sind tatsächlich viele Deutsche!) oder Leute aus ganz Europa. Man wird wirklich oft angesprochen, meist mit der unkreativen Frage nach einem Feuerzeug. Lass dich einfach von einer Kollegin/ einem Kollegen mit zu einer Geburtstags- oder Strandparty von Freunden nehmen oder leg dich ans Surfside und du wirst sehen, wie schnell man hier Kontakte knüpfen kann. Die Malteser sind so aufgeschlossen, dass ich noch nicht einmal auf einer Bank in Ruhe die MALTA NOW lesen konnte, die gibt es umsonst in vielen roten Kästen an Haltestellen. Was ich dir auch raten kann: Wohne in einer Wohngemeinschaft. Hier bekommst du das beste Insiderwissen, sprichst viel englisch und hast immer Leute um dich herum. Da in meiner Unterkunft das vierte Zimmer nie fest belegt war, kamen und gingen die unterschiedlichsten Menschen, die mir alle ihre Geschichte erzählt haben.

Ich habe mich keinenSonnenuntergang am Golden Bay Moment als "Fremde" gefühlt. Die Malteser sind so herzlich untereinander, aber auch zu anderen. Sie sind so wundervoll offen, dass ich des Öfteren auf der Straße gegrüßt wurde oder  im Bus einen leerer Sitzplatz gezeigt bekam, den ich wohl nicht sah. Zum Schluss konnte ich sogar verirrten Touristen helfen, die mit fragenden Gesichtern vor dem Busfahrplan standen, wie ich vor 8 Wochen.

Meine schönsten Erlebnisse waren die Besuche auf den naturbelassenen Nachbarinseln Gozo und Comino, die kleine Bootstour an der Blaue Grotte sowie das Erkunden der romantischen Hauptstadt Valletta mit allen ihren talentierten Straßenmusikern. Hier muss ich erwähnen, dass das Blue Window eher Blue Door heißen sollte (Dwejra, Gozo) und der Azure Window auf GozoRamla Bay in der Tat einen Besuch wert ist. Ramla Bay auf GozoDes Weiteren habe ich gesehen wie die Sonne im Westen (Golden Bay) im Mittelmeer versank und wie sie wieder auferstand (Rabat) während ich Pastizzi gegessen habe. Ich habe mich in der alten Hauptstadt Mdina, die wie ein Labyrinth aufgebaut ist, verlaufen und herausgefunden, dass Malteser nicht tanzen können (Gianpula, Paceville, Café del Mar usw.). Außerdem weiß ich jetzt mit Sicherheit, dass Malteser den köstlichsten Schokokuchen backen und die BMW’s und Mercedese alle nur aus Zweiter Hand aus Großbritannien kommen und deshalb ein Haushalt bis zu drei Autos besitzen kann. Dingli Cliffs Bei starkem Wind habe ich auf den Klippen von Dingli zum ersten Mal eine Kaktusfeige gegessen und mich lange mit einem älteren Verkäufer unterhalten. Nun bin ich auch im Bild, dass es Mückenstiche gibt, die kaum jucken und immer noch jemand in den Bus passt, auch wenn es nicht danach aussieht. In der Zeit habe ich die niedlichsten Straßenkatzen gesehen und kreischende Mädchen beobachtet, wie sie vor Kakenlaken und kleinen Eidechsen auf deDom in Mostan Wegen flüchteten (Barbecue der KSU). Mit dem Besuch des Doms von Mosta habe ich die viert größte Kuppel der Welt gesehen. Ich bin in den tollsten Wellen geschwommen (Surfside), habe ein ungewolltes natürliches Sandpeeling vom Wind am Pretty Bay erhalten und mit Verkäufern um Preise gefeilscht. Feuerwerk in St. Julian'sDie Pizza in der ältesten Pizzeria Maltas schmeckt nicht besser als anderswo und maltesische Feuerwerke sind zwar laut und bunt, aber man kann schnell nichts mehr davon sehen, da er mächtig qualmt. Im wohl klimatisiertesten Kino habe ich einen Film gesehen, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Jetzt kann ich dir sagen, dass die Malteser zwar das "Q" schreiben, aber nicht aussprechen und es hier tatsächlich flächendeckende Stromausfälle gibt. Malta ist zweifelsohne ein sehr großer Fast-Food-Konsument, aber es gibt auch Leute, die extrem viel Sport treiben und jeden Abend die Promenade entlang joggen.  Hafen mit Fischmarkt in Marsaxlokk Das malerische Marsaxlokk mit seinem Fischmarkt sieht wirklich so besinnlich und bunt aus wie auf den Postkarten, wohingegen der St. Peter's Pool nicht so tief ist, wie er auf Bildern aussieht. Ich war versehentlich auf einer St. Peter's Pool bei Marsaxlokkpolitischen Bootparty am St. Paul’s Bay und habe ein Interview vorbereitet, an dem mein Chef und der Bildungsminister sprachen (MCAST, Paola). Es war wundervoll beim Schwimmen bis auf den Grund sehen zu können und an den verschiedensten Orten Leute aus ganz Europa kennenzulernen. Ich werde keines dieser Erlebnisse je vergessen und danke allen, die mich hierbei unterstützt haben. Ein großes Dankeschön geht hierbei auch an die Louise-Schroeder- Schule und das Leonardo-Projekt, sowie das Erasmus Plus-Projekt, die mir diese Reise erst ermöglichten.

Diese 53 Tage in Malta waren richtig spannendSt. Julian's, der wohl traumhafteste Blick von einem McDonald's. Kein Tag war wie der andere. Ich habe jeden Tag etwas neues gesehen, was mich faszinierte oder zum Lachen brachte. Ich hatte keinen Moment das Gefühl von Heimweh, dafür war das Hier und Jetzt einfach zu aufregendLOVE Monument in St. Julian's und Malta gibt dir gar keine Zeit, dich nach deiner Heimat zu sehnen. Zugegeben, es gab Momente an denen ich mir wünschte, sie mit bestimmten Personen teilen zu können, aber ich habe hier eher noch mehr Fernweh bekommen. Malta habe ich mir ausgesucht, weil ich gerade nichts über dieses Land wusste, was gut war, da ich damals keine Vorurteile oder Erwartungen hatte. Jetzt kann ich sagen, Malta hat mich überzeugt und meine Neugier auf andere Länder geweckt.

Da Malta doch relative klein ist, kann ich dir eine Aufenthaltszeit von 6-8 Wochen empfehlen. Marsaxlokk Glücksaugen für die Boote aus Marsaxlokk

Wenn du also über einen Auslandsaufenthalt nachdenkst, ziehe Malta mit in Erwägung!

Genug von mir und jetzt zu dir. Ganz lieben Dank, dass du mich so treu auf meiner Reise begleitest hast. Mir hat es Spaß gemacht, dir alle meine Eindrücke zu erzählen. Ich hoffe, du hast jetzt ein besseres Bild von Malta und nicht nur das Bild von dem kleinen Punkt irgendwo im Mittelmeer auf der Europakarte.

Mella, somit verabschiede ich mich jetzt. Mach es gut. Ciao.

Josie =)

Highlight 5 - Bootstouren

03Sept2014

Blue Grotto am 15.08.2014

Hallo ,

Diese  Freitag war auf Malta ein Feiertag (Maria Himmelfahrt), somit hatten wir alle ein langes Wochenende. Ich entschied mich zur Blauen Grotte (Blue Grotto) zu fahren, welche halt in jedem Reiseführer steht. Leider fährt auch hier kein Bus direkt hin, denn der Bus 71 enden in Zurrieq und man muss die letzGrößter gefangene Weißer Hai im Mittelmeerten 4 Stationen mit dem Bus 71A fahren, welcher aber erst 20 Minuten später abfährt. Das heißKirche in Zurrieqt, eine gefühlte Ewigkeit in der Sonne warten. 

An der Station “Grotto” angekommen, ging ich durch Zufall in ein kleines Bistro mit dieser Collage an der Wand. Auf Postkarten hatte ich die Bilder vom größten im Mittelmeer gefangenen Weißen Hai bereits häufiger gesehen, aber ich wusste nie, wo genau der Hai gefangen wurde.

Also genau hier! 

Boote in die Blaue GrotteFür 8,- EUR machte ich die kleine Bootstour (Dauer ca. 15 Minuten) in die Grotten mit. Jede Grotte hat ihren Namen und eine Besonderheit.

Bei einer war der Grund so uneben wie die Decke (das ist wirklich keine Spiegelung):

Eine andere hatte als einzige auch als Grund weißen Kalksand:

 Grotte mit Kalksand am Grund

Die letzte heißt Blue Window, da das Wassen an der Steinwand wie Eiswasser aussieht:  Blue Window

Die Blaue Grotte hat ihren Namen mehr als verdient. Durch die im Wasser vorkommendeStalaktit - Elephant's Footn Blaualgen schimmert das Meereswasser traumhaft blau. Mir hatte die Bootsfahrt sehr gefallen.

Besonders stolz sind die Malteser auf den Stalaktit, der wie ein Elefantenfuß aussieht und auch danach benannt wurde: The Elephant’s Foot.

Wobei dBlaue Grotteie Blaue Grotte aus der Vogelperspektive auch wie ein Elefantenfuß aussieht.

Nach der Bootsfahrt habe ich die Aussicht genossen und bin in diesem schönen blauen Wasser schwimmen gegangen, dabei habe ich das Bild von dem Hai einfach verdrängt. 

 

 

Azure Window am 31.08.2014

Azure Window auf Gozo Nachdem ich alle Fotos gemacht habe, die wohl jeder Tourist von Azure Window in Dwejar (Gozo) in seinem Fotoalbum hat, habe ich glücklicherweise ein kleines Schild zu einer Bootsanlegestelle gefunden. Ich folgte also den Schildern und fand dort tatsächlich eine kleine Bucht mit einem winzigen Steg. Die Bootstour hat 4,- EUR gekostet und war die ganzAzure Window von der anderen Seite ausen 13 Minuten sehr unterhaltungsreich. Tunnel/Kanal ins MeerDer Kapitän fuhr durch einen schmalen Tunnel im Felsen raus auf das Meer. Nun konnte ich das Azure Window auch von der anderen Seite sehen und habe somit Fotos, die wohl weniger Touristen haben. Das Krokodil liegt ganz oben

Hier gab es also keine Haigeschichten, aber dafür wurden mir ein pa ar Formen in den Felsen gezeigt, die mit etwas Fantasie zu erkennen sind. Mein erster Gedanke war: Das ist ja witzig! Mein zweiter GedankNa, wer grinst denn da?e: Die machen aber auch aus allem Geld. Diese Formen haben wohl fantasievolle Kinder mal auf der Tour entdeckt und Die Schildkröte bewacht den Felsender Bootsfahrer hat sie sich einfach gemerkt.

Wer nicht zur Blue Grotto fahren will, kann auch alles auf dieser Bootstour am Azure Window sehen. Das Wasser ist hier durch die Blaualgen und den Winkel der Sonneneinstrahlung genauso wunderschön blau und die orangenen Algen an den Felswänden wurden mir wieder als Korallen verkauft.

Meiner Meinung nach stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Das waren meine persönlichen Highlights. 

Aber um ehrlich zu sein, war jeder einzelne Tag ein Highlight für mich, denn ich habe aus jeden Tag das Beste gemacht.

Hier einen riesiges Dankeschön an die beiden Mädels, die diesen Sommer mit mir in Malta verbracht haben und mit mir all diese schönen Momente erlebt haben.

 

Highlight 4 - Eine unfreiwillige Nachtwanderung

02Sept2014

Nachtwanderung am 12.08.2014

Hallo ,

Ich hatte mir in dieser Nacht vorgenommen, mir die Sternschnuppen anzuschauen. Auf die Sternschnuppennächte freue ich mich immer den ganzen Sommer.

Cheimaa und ich sind nach dem Surfside nach Sliema gefahren um noch ein bisschen in den Läden zu stöbern. Dann sind wir die 1,5 km zu der Bar “IT-TORRI” gelaufenAusblick in die Dunkelheit und haben der Bar noch eine Chance gegeben. Wir wollten uns dort nämlich vor ein paar Tagen schon einmal hinsetzen und wurde um 23:30 Uhr mit den Worten empfangen, dass die Cocktailbar schon geschlossen sei. Wir bestellten uns alkoholfreie Drinks, die mehr nach Gummibärchenwasser geschmeckt haben als nach exotischen Früchten. Dafür ist die Location der Bar sehr sehenswert, direkt auf einer Klippe am Meer. Die Cocktailbar wurde nach dem Sonnenuntergang nur von 2 Tischlampen an der Bar und jeweils einer Kerze auf jedem Tisch erhellt. Wir haben uns nichts weiter dabei gedacht und haben verzweifelt versucht das angebotene WLAN zu finden. Selbst als ein Gast hinter mir auf seine Frage nach der Küche, die Antwort bekam, dass die Küche geschlossen sei, da es ein elektrisches Problem gibt, fanden wir die Dunkelheit angenehm.

Erst als wir um 21:15 Uhr die Bar verließen, wurde uns auf der von Menschen, die mit der angeschalteten Leuchtfunktion ihrer Handys den eigenen Weg beleuchteten, überfüllten Promenade mit Blick auf die dunkle Bucht und allen ihren kleinen unbeleuchteten Geschäften bewusst, dass …….

…….die Straßenbeleuchtung heute doch etwas sehr dürftig ist.

Wir waren anfangs wirklich der Meinung, dass die Stadt mit Absicht dunkel gehalten wird, damit man die Sternschnuppen besser sehen kann. Schließlich sind die Malteser doch alle sehr hilfsbereit und freundlich.

Und dann hatten wir beide einen Geistesblitz und alle Teile setzten sich zusammen:

STROMAUSFALL!!

Die Leute strömten auf die Straßen, da es ohne Klimaanlage einfach unerträglich in den Wohnungen war. St. Julian's bei Stromausfall am 12.08.2014St. Julian's mit Strom am 13.08.2014

Unsere letzte Hoffnung war, dass McDonald’s eine Art Notstromaggregat besitzt. Nach 1,6 km kamen wir an einem dunkelen McDonald’s an. Nur die Autoscheinwerfer erhellten die Straßen etwas.

Mit Musik in den Ohrern machte ich mich dann auf den Weg nach Hause, 1,8 km in die Dunkelheit.

Am nächsten Tag erfuhr ich von meiner Kollegin, dass beide Kraftwerke in Malta Probleme hatten und ein defekter Boiler in Marsa zu diesem Totalausfall auf Malta und Gozo geführt hatten. Im Internet habe ich dann gelesen, dass regionale Stromausfälle keine Seltenheit hier sind und unter den Einwohnern Verständnislosigkeit herrscht, warum man dieses Problem nicht gelöst bekomme.

Das war einfach ein Erlebnis für sich. Du kennst bestimmt das Gefühl, wenn mal die Sicherung rausspring und du für 10 Minuten kein Licht hast bis du zum Sicherungskasten geirrt bist. Ganze Städte “im Dunkeln tappen” zu sehen, ist schlichtweg einmalig.

Ich grüße alle meine Lieben, die heute in der Berufsschule sitzen.

Bis morgen,

Josie =)

Highlight 3 - Ein richtig schöner Sonnenuntergang

01Sept2014

Café del Mar am 10.08.2014

Dieser Sonntag war wirklich schön gewesen. Den Vormittag verbrachte ich damit zum Golden Bay in Għajn Tuffieħa zu kommen, da ich erst 75 Minuten bei mir auf den BGolden Bayus warten musste und dann noch einmal 20 Minuten in Buggiba, wo ich umsteigen musste. Die Mittagszeit verbrachte ich dann am Golden Bay, der sonst als rot/goldener Sandstrand beschrieben wird. Naja, sehe ich nicht so. Und du?

Der Strand ist sehr voll, da genau nebenan eine riesige Hotelanlage steht, deren Gäste hier ihren ganzen Tag verbringen. Das Wasser ist wie an jeder Badestelle in Malta sehr sauber. Es wird nicht schnell tief, sodass man ein ganzes Stück reinlaufen kann.

 

Für den Abend hatten wir uns extra vorher Karten für das Café del Mar in Buggiba gekauft. Und es hatte sich wirklich gelohnt. Da der Bus mal wieder Verspätung hatte (hier ist wirklich immer der Bus schuld!), hatten wir den Sonnenuntergang schon fast verpasst. Aber die Location machte alles wieder wett, denn sie war einfach beeindruckend. Ich hatte sofort nur noch einen Gedanken: Nach einer Hochzeitslocation brauche ich später nicht mehr suchen!  Cafe del Mar

Die Feier fand unter dem Motto “Sunglasses” statt und somit hat jeder Gast am Eingang eine Sonnenbrille bekommen. Die Musikrichtung war Ambient Music. Dieser Abend war wirklich perfekt um das Wochenende ausklingen zu lassen. Was gibt es denn schöneres als am beleuchteten Pool bei guter Musik zuzusehen, wie die Berge das Sonnenlicht schlucken. Sonnenuntergang

Das Café del Mar gibt es in den verschiedensten Reisezielen von Ibiza bis Singapur.

Tipp: Einfach mal googlen, ob es das auch in deinem Urlaubsland gibt. Ein Besuch ist es auf jeden Fall wert.

Komm gut in die neue Woche und mach das Beste aus ihr, wie ich es aus meinen letzten 4 Tagen hier mache.

Highlight 2 - Abends ist immer etwas los

30Aug2014

Valletta bei Nacht am 08.08.2014

Ich hatte mir am Anfang meines Auslandsaufenthaltes Valletta nur am Vormittag angeschaut. Diese kleine von Touristen überrannte Stadt mit allen ihren Souvenireläden. Ach ja, Malta ist das erste Land für mich in dem man nicht gleich von einem Verkäufer einen “niedrigen” Preis für einen Gegenstand angesagt bekommt, den man sich nur 5 Sekunden angesehen hat. Hier kann man in aller Ruhe durch die Geschäfte gehen, ohne sich von den Ladenbesitzern belästigt zu fühlen. Man wird höchstens gefragt, ob man Hilfe braucht.

Meine Kollegin riet mir jedenfalls, Valletta mal am Abend zu erleben.

Ich kombinierte den Ausflug mit einem Besuch auf dem Winefestival in Valletta. Cheimaa war mit von der Partie. Das Festival war schon gut in Gange. Viele Gäste unterhielten sich angeregt mit einem Glas Wein in der Hand. Das Winefestival war wie das Beerfestival eher eine Art Messe, auf der viele Firmen Kostproben anbieten. Bei dem Winefestival konnte man sich zum Beispiel für 12 EUR ein Weinglas kaufen und nun an allen Ständen den Wein probieren. Dazu spielte eine Band auf einer Bühne im Upper Barrakka Garden bekannte und aucBlick vom Barrakka Upper Gardenh mir unbekannte Lieder.

Das Meer beeindruckt mich immer noch und von den Mauern von Valletta hat man einfach einen grandiosen Blick auf den Hafen. Auf der Terrasse unter uns fand ein beeindruckendes Bankett statt.  

Wir sind dann noch zum Lower Barrakka Garden gelaufen, weil es dort ruhiger war und es nicht so nach warmen Wein roch. Wieder einmal erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel.

Feuerwerk 1  Malteser lieben Feuerwerke! Sie sind aber auch erstaunlich gut in Sachen Pyrotechnik. Mir wurde gasagt, sie brauchen Feuerwerk 3gar keinen Anlass um den Himmel bunte erleuchten zu lassen. Und wenn es einen Anlass gibt, wie Geburtstag oder Feiertage, dann zeigen sie der ganzen Stadt ihr Können. Leider sind es nicht immer die schönen Rakenten, die sie nachts anzünden. Oft höre ich auch tagsüber das Knallen von Böllern. Feuerwerk 2Das empfinde ich dann einfach nur noch als störend und zu viel des Guten. Im Laufe meines Aufenthaltes hatte jede Stadt hier ein Fest, das sie mit einem großem Feuerwerk feierten.

Von dem Beerfestival war ich nicht so beeindruckt. Wer jetzt ein Oktoberfest erwartet, wird ebenso enttäuscht werden. Es gab 2 Bühnen und einige Stände von Bierfirmen, wie Becks, Carlsberg, Heineken usw. und nicht zu vergessen, das beliebte Bier der Malteser, CISK. Aber das kann natürlich auch daran liegen, dass ich erstens keine Biertrinkerin bin und zweitens ich zu früh (21 Uhr) da war, da ich den letzten Bus zurück noch bekommen wollte. Das mit dem Bussen ist echt ein Problem gewesen. Der letzte Bus fährt immer zwischen 22 – 23 Uhr von der Anfangsstation ab und die Nachtbusse werden nur Freitag und Samstag eingesetzt.

Ich finde es schön, dass es hier so viele Feste gibt, zu denen man am Abend hinfahren kann. Malteser lieben es in Gesellschaft zu sein und da Malta so klein ist, kennt hier jeder jeden.

 

Ich wünsche dir einen erholsamen Sonntag.

 

Josie =)

Highlight 1 - Ohne Bus muss man sich zu helfen wissen

28Aug2014

Gianpula am 01.08.2014

Malta hat wirklich ein sehr vielseitiges Nachtleben zu bieten. An diesem Freitag wollten Cheimaa und ich nach Rabat. Dort sollte im GianpulaComplex laut Insidern eine aufregende Nacht auf uns warten.

Und ja, mir hat die Location wirklich gut gefallen und die Musik wurde auch immer besser.

Aber das Grandiose an dieser Nacht war die Zeit vor und nach der Party.

Wir hatten in Pembroke leider den letzten Direktbus nach Rabat verpasst und standen nun planlos mit drei Studenten aus Mailand am Busbahnhof rum. Cheimaa bat den letzten Busfahrer vor Ort um Rat und ich erfuhr von einem der Mailänder, dass sie auch unseren Bus gebraucht hätten um zum Beerfestival (dort waren wir am 29.07.2014) in einem Vorort von Rabat zu kommen. Der Busfahrer nannte uns ein billiges Taxiunternehmen und ich schlug vor, die Mailänder zu fragen, ob wir 5 uns nicht ein Taxi teilen wollen. Diese waren mit der Idee einverstanden und der letzte Bus fuhr zufällig zu der Station vor dem Taxiunternehmen. Ehe ich mich versah, hatte ich 5 EUR an das Taxiuntenehmen gezahlt und saß mit 3 Studenten aus Mailand in einem Taxi mit WLAN in Richtung Westen. Wir lieferten die Drei in Ta’Qali ab und fuhren, wie der Fahrer so schön sagte: Zur besten Party von Malta!

Dort kamen wir erstaunlich schnell mit 2 Maltesern ins Gespräch. Zugegeben, D. war halb Brite halb Malteser und J. meinte nur, er ist Australier. GianPula Meine Hoffnung auf eine Mitfahrgelegenheit für den Rückweg schwand, als D. meinte, er würde im Süden leben. Wir müssen aber an die Ostküste!

Gegen 03:00 Uhr, ich war total fertig und wusste, dass zwischen 02:45 und 05:18 Uhr kein Bus fährt, fanden wir die beiden in der Menge wieder. Cheimaa fragt D. jetzt trotzdem, denn alle Malteser sind ja hilfsbereit und freundlich. Tatsächlich sagte uns D. zu und meinte um 04:30 Uhr komme ein Bekannter um sie und jetzt auch uns abzuholen. Die Heimfahrt war gesichert und wir ließen die beiden im Club nicht mehr aus den Augen. Ab 04:00 Uhr ging die Musik aus und alle strömten auf die einspurige Landstraße auf der alle Autos parkten. Die Zeit verging und uns vieren wurde klar, dass der Fahrer schon einmal nicht zu früh ankommen würde. Um 04:40 Uhr waren dann wirklich alle Partygäste gegangen und wir saßen immer noch im kalten Wind am Rande der Landstraße. Ja, die Nacht war wirklich kalt. Ich habe genau dort die wohl größte und hellste Sternschnuppe meines Lebens gesehen. Sogar Cheimaa hatte sie noch sehen können, als ich auf deutsch schrie: “STERNSCHNUPPE!”, was die anderen beiden ja nicht verstanden. Wir haben viel geredet und ich war wieder einmal erstaunt, dass jeder Malteser mindestens 2 deutsche Worte kennt. D. konnte sogar bis 10 zählen. Komischerweise hatte keiner der beiden eine Telefonnummer von dem Fahrer. Das war nicht das erste Mal, dass ich das organisierte Deutschland vermisste. Sonnenaufgang in Rabat Um 05:11 Uhr hatten wir beide keine Lust mehr auf der kleinen Mauer zu warten und baten die beiden uns den Weg zur Bushaltestelle zu zeigen, da bald der erste Bus wieder fährt. Wir sind dann zu viert bei leichtem Sonnenaufgang irgendeine Landstraße 2 km (40 min) entlanggelaufen. Der Weg kam mir endlos vor! Kaum an der Haltestelle angekommen, die nach Angaben von D. doch nur 5 Minuten Fußweg von Club sei, stand der Bus schon da. Wir sind 05:50 Uhr losgefahren und ich war 07:00 Uhr zu Hause. Ich habe kurz geduscht und gefrühstückt und habe mich dann um 08:11 Uhr mit Cheimaa getroffen um den Samstag auf Comino zu verbringen.

Diese Nacht war so aufregend, ermüdent und unheimlich spontan zu gleich. Ohne Handynetz ist man einfach aufgeschmissen. Hier kann ich nicht mal schnell den nächsten Bus googlen und das Problem, dass fast kaum Nachtbusse fahren und man so auf ein Auto angewiesen ist, ist schrecklich.

Wirklich erstaunlich! Ich habe in einer Nacht 3 Studenten aus Mailand und 2 aus Malta kennengelernt und mich gut mit allen unterhalten. Und das ist doch genau der Sinn dieses Auslandsaufenthaltes. Ich will mich auf englisch mit unbekannten Leuten unterhalten und etwas über ihr Herkunftsland erfahren und über meins erzählen. Malteser sprechen zum Beispiel zweistellige Zahlen wie wir, also rückwärts (72; 2 und 70), und nicht wie die Engländer oder Spanier vorwärts (70 und 2).

So erfährt man auch, dass hier fast alle der Meinung sind, dass wir Deutschen wie die Franzosen kein Englisch sprechen und man als Urlauber in Deutschland ewig braucht um eine englische Wegbeschreibung zu bekommen.

Also fleißig Englisch lernen. Was gibt es denn aufregenderes, als sich mit der ganzen Welt unterhalten zu können?!

 

Bis dann,

Josie =)

Der Alltag in Malta mit seinen Besonderheiten

25Aug2014

Hallo ,

Nun habe ich dir schon so viele Eindrücke von Malta beschrieben, die man in keinem Reiseführer findet oder die einem die Verwandten nicht erzählen wollen, da sie lieber mit den wunderschönen Strandbesuchen und dem leckeren Essen im Hotel prahlen wollen.

Heute beschreibe ich dir mal wie mein Alltag aussieht.

An einem Wochentag stehe ich um 05:30 Uhr auf und mache mich so leise wie möglich erst Richtung Bad und dann Richtung Küche auf. Ich wohne zur Zeit mit der Spanierin E. und ihrem argentinisch/italienischen Mitbewohner A. zusammen. Seit dieser Woche lebt noch ein Spanier in dem freien Zimmer. Die Wohnung ist eine geräumige 4-Zimmerwohung, wobei E. in ihrem Schlafzimmer ein eigeSteckdose mit Schalter nes Bad hat. Da meine Mitbewohner alle nachts arbeiten, sehen wir uns leider kaum. Das besondere an maltesischen Wohnungen ist, dass jede Steckdose einen eigenen Schalter hat. Ich habe mich schon ein paar Mal über einen leeren Akku gewundert, da das Ladekabel zwar angeschlossen war, aber die Steckdose nicht eingeschaltet.

 

Um 06:25 Uhr mache ich mich dann auf den Weg zu meinem Busbahnhof. Jetzt ist mir sogar schon in meinen Top zu warm. Aber das ändert sich ja gleich im klimatisierten Bus. Die meisten Busse haben das Kennzeichen BUS + eine dreistellige Zahl. Ein maltesisches Kennzeichen besteht nämlich aus 3 Buchstaben und 3 Ziffern. Diese Kombination ist meist willkürlich, außer man will etwas persönliches haben, wie TIM 007. Somit sagt hier ein Kennzeichen nichts über den Wohnort des Besitzers aus. Beim Einsteigen zeige ich kurz dem Fahrer mein Thermopapierticket und suche mir einen Platz im noch leeren Bus. Während der Fahrt sehe ich dann all diese Gebäude mit ihrenHäuser mit kleinen Wintergärten kleinen Wintergärten. Diese haben den Sinn, dass die Sonne nicht direkt in die Wohnung scheint und sie aufheizt. Ein weiterer Zweck war es hier Wäsche trocknen zu lassen, wenn die Häuser keine Dachterrasse hatten. In der britischen Kolonialzeit war ein solcher Wintergarten ein Symbol von Reichtum. Nach 50 Minuten andauernden Auf- und Abfahren (Malta ist wirklich sehr bergig) komme ich nach einem zusätzlichen kurzen Fußweg gegen 07:35 Uhr am MCAST an.Hungrige Katzen im Büro

Vor dem Büro erwarten mich dann auch schon die 9 Katzen, die gefüttert werden wollen. Sie sind so gierig, dass einige sogar ohne Furcht ins Büro gehen. 

Nachdem ich dann alle Kollegen begrüßt habe, beginne ich um 08:00 Uhr mit der ersten Aufgabe von meiner Kollegin A. Meist bekomme ich von Studenten unterschriebene Anwesenheitslisten, die ich nun in Exceltabellen eintragen muss. Dann ermittel ich mit Hilfe einer Funktion, ob jemand den ganzen Kurs über gefehlt hat oder jemand schon alle angesetzten Kursstunde absolviert hat. A. meint immer, sicher ist sicher. So kopiere ich alle Anwesenheitslisten, die ich dann in einen anderen Ordner als die Originale einordne, und scanne sie, damit A. sie auch als PDF-Datei auf dem Computer hat. Dann darf ich jeden Tag einen Haufen Blätter kopieren. Bis jetzt hatte ich noch keinen Tag, an dem der Kopierer mir nicht meine beiden “Lieblingsworte” angesagt hat: PAPER PATH (Papierstau). Auch wenn Studenten einen neuen Kurs belegen, darf ich ihre Bwerbung in eine Exceltabelle aufnehmen und die Daten pflegen. Außerdem fallen immer noch diese kleinen Aufgaben anVersenden der neuen Kataloge , wie neue Ordnerbeschriftungen bei MS Word erstellen oder Trennblätter für schon bestehende Ordner anfertigen und diese dann nach Themen unterteilen.  Gerade macht meine Abteilung viel Werbung für das MCAST und ich darf an alle 69 Gemeinden von Malta Broschüren schicken. Hierbei wurde mir gesagt, ich solle die Adressen doch bitte in die Mitte vom Umschlag kleben, das ist mir neu. Um punkt 13:45 Uhr wünscht mir A. dann auch schon einen schönen Tag und zum Feierabend schließe ich dann die Jalousien und laufe zum Bus.

Um zum Surfside zu kommen, muss ich einmal umsteigen und genau hier ist mir zum erstenPlatzsparende Sitze Mal eine Sache aufgefallen, die ich in Berlin noch nie gesehen habe. Diese kleinen Werbetafeln kann man um 90 Grad kippen und hat somit eine Sitzgelegenheit. Ich finde die Idee einfach klasse. Eine Win-Win-Situation für wartende Fahrgäste und Werbefirmen.

 

Dann genieße ich 3 Stunden, die immer viel zu schnell vorbei gehen, mit Cheimaa und Vivien in der Sonne. Da um 17:30 Uhr die Liegen weggeräumt werden, lassen wir uns immer noch spontan etwas einfallen, ob wir nun noch nach Sliema ins POINT fahren, ein tolles Einkaufscenter, oder einfach nur etwas essen gehen.

Nach einer schnellen Dusche zu Hause, treffen wir uns wieder um einen schönen Platz zu finden, an dem wir den Abend ausklingen lassen können, inklusive Sternegucken. Dazu musst du wissen, dass es hier deutlich früher dunkel wird als in Deutschland.

Meine Stammstrecke für einen Spaziergang

Mein spätabendlicher Spaziergang nach Hause ist schon zu einem Ritual geworden, wie der ganze Tagesablauf. In der Wohnung treffe ich dann auf Stille, da meine Mitbewohner auf Arbeit sind.

Ich sage immer, das hier ist Arbeiten mit einem wunderschönen Freizeitangebot. Das Auslandspraktikum, selbst in Malta, ist kein Urlaub, denn im Urlaub freut man sich nicht so riesig auf das Wochenende ;)

Ich wünsche dir eine gute Woche.

Josie

P.S. Ab dem nächsten Eintrag stelle ich dir meine persönlichen Highlights vor.

Arbeiten am MCAST

24Aug2014

Hallo ,

Meine Arbeit ist geprägt von Höhen und Tiefen.Informatiomsschreiben verschicken

Die Woche mit der Vorbereitung zur Archivierung der braunen Boxen war sehr einseitig und hatte mir keinen Spaß gemacht. Aber ich hatte jetzt auch schon andere Aufgaben, wie eine Marktrecherche über Kurse die andere Institute anbieten oder das Erstellen von Serienbriefen (MS Word), das man aus dem IT-Unterricht kennt, und das Verschicken.

 

Ich durfte zwischendurch immer mal wieder Trennblätter für Kursordner erstellen. Dies hatte vermutlich mehr den Hintergrund mich zu beschäftigen, als den Ordner zu gliedern. Aber ich war nun ganz in meinem Element und habe diese wohl etwas mehr gestaltet als meine Kollegin wollte. Sie war aber letztlich doch sehr zufrieden.

  Trennblätter

In der zweiten Woche bat mein Chef uns 6 Mitarbeiter in sein Büro, um uns 3 Vorschläge für das neue Cover der MCAST-Broschüre vorzustellen. Wir wählten alle geheim auf kleinen Zetteln ab. Und siehe da! 5 Malteser und 1 Deutsche entscheiden sich 6:0:0. Ich durfte dann letzte Woche das Cover zurechtschneiden und es wurde in die Druckerei geschickt. Hier ist das Ergebnis: Broschüre mit allen Kursen Die neue Broschüre

Sowieso wird hier viel geschickt. Da es hier zum Beispiel kein Postzimmer gibt, müssen Briefmarken immer erst von der Post hergeschickt werden. Aber auch ich werde oft in andere Büros geschickt, da es nur dort einen großen Locker oder Tacker gibt. Jede Abteilung hat hier ein bestimmtes Budget im Monat zur Verfügung. So habe ich einmal für eine andere Abteilung Präsentationen bei uns drucken sollen und habe nicht nur die Originalpräsentation überreicht bekommen, sondern auch ein Paket weißes Druckerpapier. Ich habe mir diese Situation dann erklären lassen. Hätten wir den Auftrag nämlich mit unserem Papier gedruckt, würde uns ja das Papier fehlen und bei der Materialvergabe die Frage aufkommen, warum wir so viel drucken. Selbst zwischen uns 6 Mitarbeitern werden Arbeitsmaterialien umhergegeben/geteilt. Da zum Beispiel nur 2 von uns eine große Schere haben oder einen Enthefter.

Aber ich finde, hier wird nicht nur mit Arbeitsmaterialien sparsam umgegangen, sondern auch mit der Privatsphäre. Die Arbeitskultur ist hier in Malta anders als ich sie aus Berlin kenne. Ich war jetzt schon in mehreren Büros und habe nie einen persönlichen Gegenstand am Arbeitsplatz gesehen. Sei es das Bild der schönen Rosenhecke aus dem eigenen Garten im Bilderrahmen neben dem Bildschirm, der schlafende Golden Retriever auf der KaffeetDer leckere Geburtstagsdonut asse oder das mit voller Mühe ausgemalte Bild des Kindes an der Wand, wie ich es aus Berlin kenne. Ich kann mir so ein nüchternes Büro nur bei viel Publikumsverkehr erklären, welchen wir hier nicht regelmäßig haben. Scheinbar wird hier Arbeit und Privatleben strikt getrennt.

Kuchen....Nicht so privat bleibt in Gegensatz der Geburtstag. Jedes Geburstagskind (Gibt es davon auch eine Version für Erwachsene?) gibt eine große Runde gekauftes Gebäck aus. Von Donuts über Berliner bis zu diesen super leckeren Schokokuchen habe ich schon alles miterlebt/gegessen. In der Regel wird hier durch alle Büros des ... und noch mehr KuchenMCAST gelaufen, damit jeder etwas abbekommt. Mein Kollege hatte Boxen mit Gebäck neulich 7 Kisten mit den unterschiedlichsten Berlinern bestellt. Also 7x12 Berliner, die haben dicke gereicht.

 

In diesem Sinne, gönne dir heute mal ein Stück Kuchen.

Bis dann

Josie

 

Die Nachbarinsel Comino: Klein aber Ohhoo!

15Aug2014

Hallo,

Ich muss sagen, Malta hat sehr sauberes Meerwasser. Vielleicht kommt es daher, dass es kaum Strandregionen gibt, an denen Algen angespült werden können oder die kleinen Organismen, die an der Felsregion leben, es säubern. Mir wurde aber auch schon gesagt, dass nachts Boote auf das Meer fahren und mit Keschern den Müll von den Partybooten heraus fischen.

Das mit Abstand schönste Wasser hat man auf Comino.

Eine Touristenattraktion ist die Blue Lagoon. Man erreicht Comino mit dem Boot von Cirkewwa, Malta oder von Gozo. Hier ist die Ablegestelle nicht der Hafen mit den Fähren nach Gozo, sondern die Stelle beim Paradise Diving vor dem Paradise Bay Resort Hotel. Die Fahrt hin und zurück kostet 10 EUR. Die letzte Tour zurück nach Malta ist gegen 18 :00 Uhr, sodass man den Sonnenuntergang im Sommer nicht von Comino aus sehen kann.

Kleiner Tipp! Wähle das Speedboat. Laute Musik und ein Kapitän, der Wellen mit hoher Geschwindigkeit bricht. Die Fahrt dauert keine 10 Minuten und auf dem Rückweg macht er eine kleine Besichtigungstour an schönen Höhlen von Comino entlang.

Am kleinen Steg auf Comino angekommen, ist man erst einmal beeindruckt von dieser kleinen Insel und dem Wasser. So klares und blaues Wasser kannte ich nur aus den Urlaubskatalogen. Dieser Blick über das schimmernde Wasser auf die kleine Insel  gegenüber ist wirklich beeindruckend und entspannend zugleich.

Ankunft auf Comino

 

Das Wasser ist in dieser Lagune wellenlos und wärmer als das offene Meer, da es hier nicht sehr tief ist. Einige Leute sind sogar mit ihren Gepäck hoch über dem Kopf zur kleinen Insel gegenüber gelaufen.

Kleine Insel, auch zu Fuß erreichbar

Abe ich will ehrlich sein. Ein Ausflug nach Comino hat nichts mit einem erholsamen Strandurlaub zu tun, solange man sich keinen Liegestuhl für 7,50 EUR leisten will. Comino hat keinen Sand zu bieten, man sitzt sehr ungemütlich auf ungleichmäßigen und höckeligen Felsen in der puren Sonne (siehe erstes Bild ganz links). Zwar macht dieser grandiose Ausblick die Umstände wieder wett, aber ich habe es dort nur 4 Stunden ausgehalten. 

Ich habe gehört, dass nur eine Familie auf Comino wohnt, jedenfalls mindestens in der Winterzeit. 

Ein Besuch auf Comino ist Pflicht! Alleine schon für die beneidenswerten Bilder für das Fotoalbum.

Mein Fotoalbum wird sich auf jeden Fall freuen.

Panorama von Comino aus fotografiert

Ein ganz großes "Danke" für die vielen Blogaufrufe. So viele interessierte Mitleser hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich weiß, dass ich hier sehr allgemein schreibe, aber meine persönlichen Highlights stelle ich dir in meiner letzten Woche hier vor.

The wheels on the bus go round and round....

13Aug2014

Hallo,

Nach einem längeren Aufenthalt in Malta lernt man die Berliner Verkehrsberiebe (BVG) wirklich zu schätzen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie chaotisch hier eine Fahrt mit dem Bus sein kann.

Hier gibt es zwei Arten von Bussen. Einmal die ganz normalen Linienbusse, also niedrig und mit Stehmöglichkeiten und die Reisebusse, die als Linienbusse eingesetzt werden. Ich habe das Glück, dass ich in der Nähe eines Busbahnhofes wohne und ich morgens immer in einen leeren und pünktlichen Bus einsteigen kann. Genau diese zwei Eigenschaften hat hier nämlich kaum ein Bus. Manche Busse sind so überfüllt, dass der Bus einfach an mehreren Stationen vorbeifährt. Einen vorbeifahrenden Bus zu sehen, ist für mich einfach schrecklich, da ich nun weiß, dass ich noch einmal 30 Minuten in der Sonne warten darf. Linienbusse am Pembroke Park and RideDazu kann man den digitalen Informationsanzeigesystemen hier nicht glauben, denn ich habe gestern 75 Minuten auf den Bus gewartet. Jetzt sage ich mir, was sind schon 10 Minuten warten in Deutschland!? Ich war glücklich, dass der Bus überhaupt angehalten hat und quetschte mich mit voller Willenskraft einfach in die Menge. Dann schreit der Busfahrer den Satz, der uns allen schon aus den Ohren kommt: “Move back, please!” Der Haken ist nur, da gibt es keinen Platz zum Moven. In Berlin hätte ich einfach auf den nächsten Bus gewartet, aber ich wollte heute noch mein Ziel erreichen. Und wenn meine Zielstation dann kommt, muss ich mich durch ein Meer von Menschen schlagen. Leider sieht der Busfahrer die Leute selten, die sich von hinten mit tausendfältigen “Sorry” und “Excuse me” nach vorne kämpfen, und fährt einfach ab. Ich schreie dann immer: ”STOPP”und bin bis jetzt immer an meiner Wunschhaltestelle rausgekommen.

Die 5 makantesten Unterschiede zu deutschen Bussen (BVG)

1. Der Stoppknopf

Den Haltewunsch signalisiert man hier auch durch das Betätigen des Stoppknopfes. Dieser piept dann einmal ganz laut und die Anzeige “Stopping” über dem Busfahrer leuchtet auf. In einem vollen Bus passiert es nun häufig, dass sich jemand an den Knopf lehnt und dieser schier unaufhörlich piept. Zum Einen ist das Piepen für die Passagiere von Nutzen, da ich in einem vollen Bus sofort weiß, dass noch jamand anderes raus will. Zum Anderen bekommt so der Busfahrer mit, dass er halten soll. Bus von Innen

2. Die Ablagefläche

Vorne neben der Tür gibt es immer eine Art Podest über den Vorderrädern des Busses. Dort kann man schwere Einkäufe oder Gepäckstücke abstellen, um keinen Sitzplatz unnötig zu besetzen. Diese Ablage wird wirklich oft benutzt und in vollen Bussen dann als Sitzfläche.

3. Die EINE Tür

Leider gibt es in jedem Bus nur eine Tür, sodass man erst warten muss bis sich auch der letzte aussteigende Gast aus den Bus geschlagen hat, ehe man sich selber hineinzwängt. Dadurch dauert der Haltevorgang sehr lange.

4. Das Ticket

Das Ticket bezahltWochenticket, neu und gebraucht man immer bei dem Fahrer, sodass es hier keine Entwerter gibt. Das Ticket ist nicht aus normalen Papier, sondern aus Termopapier. Das Wochenticket verblasst daher schnell, was durch cremige Hände beschleunigt wird.

 Ja, du hast richtig gelesen! Die Tickets sind sehr billig. 

Monatsticket: 26,- EUR

Wochenticket: 6,50 EUR

Tagesticket: 1,50 EUR

2 Stunden Ticket: 1,30 EUR

2 Stunden Ticket ermäßigt : 0,30 EUR

Nachtticket : 2,50 EUR 

5. Die Fahrer

Die Busfahrer sind meist sehr hilfsbereit und freundlich, aber ich habe auch schon andere Busfahrer kennengelernt. Einmal hatte ich Musik im Bus, ein anderes Mal telefonieLinienbus von Innenrte der Busfahrer die ganze Strecke oder rauchte genüsslich seine E-Zigarette. Ich sehe viele maltesische Fahrgäste, die sich vor der Fahrt oder an bestimmten Streckenabschnitten bekreuzigen. Unglücke scheinen keine Seltenheit zu sein.Häufig funktioniert leider die Haltestellenanzeige im Bus nicht. So muss man versuchen bei jedem Stopp das Haltestellenschild zu lesen. So habe ich gestern die wohl primitiveste Haltestellen gesehen. 

 

Ich geben den Bussen hier jeden Tag eine neue Chance, da ich auf sie angewiesen bin.

Malta ist wirklich ein schöner Urlaubsort, aber ich kann nur zu einem Mietwagen raten. Meiner Meinung nach, will man diesen ganzen Stress weder im Paarurlaub haben, noch seinen Kindern antuen.

Bis bald

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